Presolana Ronda
Eine epische, grandiose Tour, die jedoch nicht täuschen darf: Auch wenn der Höhenunterschied nicht rekordverdächtig ist, ist die Presolana Ronda eine kräftezehrende Tour, die mehrere Stunden und ein perfektes Energiemanagement erfordert. Ihr seid ständig in der Nähe der Kalksteinwände der „Königin der Orobie“ unterwegs und bewegt euch auf einem Gelände, das sowohl körperlich als auch technisch eine große Herausforderung darstellt.
Anstieg: Von Colli zum Sentiero delle Capre
Der Start ist in Colere, mit einem Anstieg auf Asphalt, der von Anfang an steil ist, bis zum Passo della Presolana. Von hier aus geht es richtig los: Der Weg zur Rifugio Cassinelli ist fast vollständig befahrbar, erfordert aber starke Beine, um nicht absteigen zu müssen. Die eigentliche Zäsur kommt mit dem Sentiero delle Capre: Auf einem reinen Mountainbike muss man sich auf eine lange Schiebestrecke einstellen; auf einem E-Mountainbike kann man mit Technik und Kraft davon träumen, fast die gesamte Strecke im Sattel zu bewältigen. Das Ziel ist die Olmo-Hütte, das Tor zur ersten richtigen Adrenalinschwelle.
Die Abfahrt vom Olmo: Technik und Langsamkeit
Von der Hütte beginnt eine Abfahrt, die die Essenz des „technischen Langsamfahrens“ verkörpert. Ein konstanter Schwierigkeitsgrad S4 mit S5-Passagen, wo die Geschwindigkeit null und die Konzentration maximal ist. Jeder Meter muss mit Gleichgewicht und millimetergenauer Präzision erobert werden.
Lo Scagnello: Der Weg zum Albani
Nach einer kurzen Verbindungsstrecke biegt man nach Osten auf eine Straße mit extrem unebenem Untergrund ab, eine Herausforderung für die Traktion, bei der selbst die Motoren der EMTBs Mühe haben, im Sattel zu bleiben. Am Ende der Straße wird der Weg zum Passo dello Scagnello wieder zum Tragegebiet für die Muskelkraft-Bikes, während die E-Bikes auf einem Großteil der Strecke noch mitreden können. Vom Pass ist die Abfahrt zur Rifugio Albani kurz, aber intensiv: ein Konzentrat aus technischen S4-Passagen von seltener ästhetischer und technischer Schönheit.

Hardline Finale: Der Sentiero della Guaita
Von der Albani-Hütte aus ist es Zeit für eine Entscheidung. Die Strecke führt direkt zum Sentiero della Guaita: ein brutaler S4+, der keine Gnade kennt, gespickt mit S5-Passagen, die ein perfektes Gespür für das Gelände erfordern. Achtung: Bei Nässe unbedingt meiden, der Fels verzeiht nichts. Variante: Wenn die Kräfte nachlassen oder ihr etwas Fließenderes bevorzugt, ist der S3-Weg direkt nach Colere die perfekte Alternative.


HINWEISE: Wer den Asphaltanstieg von Colere zum Passo della Presolana vermeiden möchte, kann mit dem Auto hinauffahren und die Strecke später wieder abfahren.
Streckencharakter: AM
Persönliche Bewertung: Aussichten 9/10; Abfahrten 9/10 (für diejenigen, die langsames, technisches Fahren mögen)
Schwierigkeitsgrad: Mittel
MTB: Ja
EMTB: Ja, Abschnitte im Walkmode einplanen
Dauer ca. 8 Std.
Tragen: Ja, vor allem mit dem MTB
Schwierigkeitsgrad der befahrbaren Steigung: Im Allgemeinen sehr anspruchsvoll
Schwierigkeitsgrad der Abfahrt: S4/S5
Ausgesetzt: Abschnitte mit normaler Exposition
Trocken: erster Teil ja, zweiter Teil warten, bis der Fels trocken ist
Wasserstellen: Rif. Olmo, Rif. Albani (bitte prüfen, ob geöffnet)







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