Zucco Sileggio: 17a, la vertical che non molla un attimo
Es gibt Momente, in denen das GPS eine Route anzeigt, das Internet aber schweigt. Dies ist eine dieser Touren. Ein Abenteuer, das aus dem Wunsch entstand, das Unbekannte zu entdecken: Als ich die Karte der Gegend auf der Suche nach neuen Routen durchforstete, fiel mein Blick auf diesen Wegweiser T2. Auf dem Papier sah es nach einem harmlosen, einfachen Wanderweg aus, doch meine Neugierde gewann die Oberhand. Reine Erkundung, nur ein paar Infos von Wanderern.
Der Aufstieg: Die Eroberung der Höhe
Das Aufwärmen ist idyllisch: Die Seepromenade empfängt uns mit ihrer blendenden Schönheit, doch das ist nur eine Illusion. Der Anstieg macht sich sofort mit einer konstanten, endlosen, zermürbenden Steigung bemerkbar. Doch erst hinter Esino Lario wird die Herausforderung zu einer psychologischen: Wir verlassen den Asphalt und begeben uns auf einen brutalen Offroad-Parcours. Hier ist der Untergrund gnadenlos, und die Steigungen zwingen uns zu einem Nahkampf mit dem Fahrrad, bis wir die Bocchetta di Calivazzo erreichen.
Der Mezzacosta: Im Angesicht der Grigna
Von der Bocchetta aus ändert sich die Kulisse. Die Route führt weiter über einen nicht sehr breiten Mittelhang, der den Innenhang durchschneidet. Hier verschwindet der See aus dem Blickfeld und macht Platz für das imposante und strenge Profil der Grigna, das das Panorama vollständig dominiert. Obwohl es sich um Hochgebirge handelt, ist der Weg nicht übermäßig ausgesetzt und, was noch wichtiger ist, praktisch vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Es ist eine technische und eindrucksvolle Querung, die zum Kreuz des Zucco Sileggio führt.
Abfahrt: Die Unbekannte der 17a (Zwischen Skepsis und Realität)
Auf dem Gipfel des Zucco del Sileggio entfaltet sich der Blick auf den Lecco-See wieder in seiner ganzen Schönheit. Hier herrscht Skepsis vor: Wenn man die Wanderer auf dem Abstieg des Weges 17a nach Informationen fragt, ist die Antwort fast einstimmig: „Mit dem Fahrrad? Das ist nicht machbar.“ Doch unter den verschiedenen Picknickern sagt uns jemand, der „den Durchblick hat“, dass es gar nicht so unmöglich ist. Das ist das Startsignal, das wir gebraucht haben.
- Der Einstieg ins Unbekannte: Der Weg beginnt sofort „böse“, senkrecht, fies. Vergesst den Flow: Hier betreten wir das Reich des extremen Technik-Bikes.
- Pures Trial: S4/S5-Passagen folgen ununterbrochen aufeinander. Nose Press und Trial-Fähigkeiten sind unerlässlich; es gibt keinen Spielraum für Fehler. Nur einige wenige S3-Abschnitte gewähren eine Sekunde Verschnaufpause.
- Gesicherte Steilheit: Glücklicherweise ist der Weg gut gepflegt und recht gut gesichert. Da er nicht ausgesetzt ist, kann man sich trauen, wirklich gewagte Passagen mit einem guten Gefühl der Sicherheit auszuprobieren.
- Ohne Pause bis zum See: Auf halber Strecke wird es technisch noch anspruchsvoller. Ein konstantes S4+, gewürzt mit S5-Passagen, die dir jeden Rest an Energie rauben. Es lässt dich nie los, bis du wieder den Duft des Sees unter deinen Rädern spürst.
Die Erkundung endet mit einem riesigen Bier mit Blick auf den See – ein Muss, um eine Tour zu feiern, bei der die einzige Gewissheit unser Wunsch war, das „Das ist nicht machbar“ zu widerlegen und herauszufinden, was sich hinter jenem Strich auf der Karte verbarg.
Varianten
Man kann auf den Monte Croce aufsteigen und direkt zur Bocchetta di Calivazzo abfahren
In der 17a teilt sich der Weg an einer Stelle, und auch der andere Weg sieht vielversprechend aus
Vor dem Zucco gibt es den Weg „Acqua del gesso“, der laut einigen nicht allzu technisch sein soll
Vom Sileggio aus empfahl man mir den einfachen Weg, nämlich den Pfad, der direkt nach Era hinunterführt
Technische Daten
- Stil der Strecke: All Mountain / Extrem technisch / Explo
- Persönliche Bewertung: Aussichten 9/10; Abfahrten nicht klassifizierbar
- MTB: Ja
- EMTB: Ja (wenn ihr es liebt, euch auf technischen Strecken zu quälen)
- Dauer: ca. 8 Std.
- Tragen: 100 m
- Anstiegsschwierigkeit: Anspruchsvoll (extreme Steigungen im Gelände nach Esino)
- Schwierigkeitsgrad Abfahrt: S4 / S5 (extreme Trial-Technik)
- Ausgesetzt: Panoramastrecke auf halber Höhe mit Blick auf die Grigna, aber nicht allzu ausgesetzt; Abfahrt 17a mit einigen ausgesetzten Abschnitten, die jedoch durch die Vegetation gut geschützt sind
- Bodenbeschaffenheit: Am besten bei trockenem Fels
- Anmerkungen: Derzeit war der Weg sehr gut befahrbar; bei nassen Bedingungen könnte er jedoch unpassierbar werden











Italiano
English
