Castelnuovo di Val di Cecina Trail Area
Wir starten in Castelnuovo Val di Cecina an einem düsteren Morgen, umhüllt von einem dichten Nebel, der die Farben dämpft und die Atmosphäre fast schwebend macht. Die ersten Pedaltritte vergehen schnell, als wir uns von der Stadt entfernen und in den feuchten Wald eintauchen, wo die Stille nur durch das Geräusch der Räder auf dem nassen Boden unterbrochen wird. Die erste Abfahrt, Bruciano, kommt bald: Der wassergetränkte Boden und das Herbstlaub machen jede Kurve rutschiger und tückischer als sonst. Dann kommt die zweite Abfahrt, Infernacci, die noch enger und kurvenreicher ist und im Nebel einen fast mystischen Charakter annimmt, so als ob der Wald den Weg verschluckt, während wir weiterfahren.
Von hier aus geht es in Richtung Monterotondo Marittimo, in das geothermische Gebiet des Parco delle Biancane. Der Nebel vermischt sich mit den natürlichen Fumarolen und schafft eine surreale Landschaft: Dämpfe, die aus dem Boden aufsteigen, Felsen, die sich warm anfühlen, und der Weg, der durch weiße Luftblasen führt, als würde man in einer anderen Dimension radeln. Der Weg im Inneren der Fumarolen ist ein einzigartiges Erlebnis: heiße Erde, Schwefel in der Luft, dumpfe Geräusche.
Anschließend kehren wir nach Castelnuovo zurück, um die letzten beiden Abfahrten in Angriff zu nehmen. Die Aia dei Diavoli (Teufelshügel) empfängt uns mit ihrem klassischen Schwierigkeitsgrad S2, unterbrochen von einigen S3-Passagen, die heute, da der Boden mit Blättern bedeckt und völlig unsichtbar ist, höchste Aufmerksamkeit erfordern. Jeder Stein und jede Wurzel scheint unter der feuchten Laubschicht zu lauern. Die Stregaia, die letzte technische Anstrengung des Tages, ist noch tückischer: schlechte Sicht, tückisches Terrain und ständige Tempowechsel, die ein präzises und sensibles Fahren erfordern.
Es bleibt nur noch der letzte Anstieg, ein etwa 3 km langer, stetiger Anstieg, der die Beine wieder in Schwung bringt. Der Nebel schließt sich hinter uns, als wir schließlich zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren, mit der Genugtuung, eine anspruchsvolle und stimmungsvolle Fahrt hinter uns gebracht zu haben, die durch die düstere Atmosphäre des Tages noch intensiver wird.









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