Val Vedra Ortighera
Hier ist die Beschreibung für diese Rundtour zwischen dem Val Vedra und dem Ortighera. Eine Tour voller Kontraste: atemberaubende Ausblicke, brutale Anstiege und eine abschließende Abfahrt, die, wie du bereits angedeutet hast, eher eine Überlebensübung auf Schotter als reines Vergnügen ist.
Val Vedra und der „Ghiaione“ des Ortighera
Eine Route, die als „ambivalent“ zu bezeichnen, noch eine Untertreibung ist. Während der erste Teil euch ein Lächeln und unerwarteten Flow bescheren wird, stellt euch der zweite Teil mit endlosem Trageabschnitt und einer abschließenden Abfahrt auf die Probe, die ihr wahrscheinlich nicht wiederholen wollt. Ich habe euch gewarnt: Macht es wegen der Ausblicke (10 von 10), aber seid bereit für eine echte Strapaze.
Anstieg 1: In Richtung Branchino
Der Start ist in Bordogna (Roncobello). Es geht sofort auf anspruchsvolle Wege (EMTB sehr empfehlenswert), um dann auf Asphalt mit erträglichen Steigungen bis zu den Baite di Mezzeno zu gelangen, einem hervorragenden Ort, um Wasser nachzufüllen. Von hier aus die Reifen entlüften: Es beginnt ein schwieriger Abschnitt, der euch über den Lago Branchino führt. Mit dem EMTB fährt man vielleicht zu 50 % mit, den Rest muss man schieben, aber die Aussicht beginnt, die Anstrengung zu belohnen.


Abfahrt 1: Das Juwel des Val Vedra
Am Passo del Branchino angekommen, bleibt man auf der Höhe und folgt dem Tal bis zum Beginn der eigentlichen Abfahrt. Hier kommt der Spaß: eine perfekte Mischung aus Flow, steinigen Abschnitten und einigen technischen Passagen, die nie übertrieben sind. Der Schluss ist ein atemberaubender Flow, der euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. ACHTUNG: Lasst euch nicht vom Talgrund des Val Vedra verführen; bleibt auf der Strecke, sonst warten zwei Stunden mit dem Fahrrad auf dem Arm auf euch...

Anstieg 2: Die große Wiese der Aliens
Nutzt den Adrenalinkick aus dem Val Vedra, um den Anstieg in Angriff zu nehmen. Bis auf 1200 m Höhe geht es gut bergauf, aber die letzten 200 Höhenmeter weisen mörderische Steilhänge auf: etwas für „Aliens“ oder für leistungsstarke Motoren. Von dort an heißt es 600 Höhenmeter lang Schieben über endlose Wiesen. Wer ein EMTB hat, kann einen mühsamen Zickzack versuchen, um im Sattel zu bleiben, für alle anderen heißt es: reines Tragen.

Die letzte Abfahrt: Das Rätsel der Ortighera
Nachdem man auf wenig ausgeprägten Spuren nach Westen abgebogen ist und eine nicht gerade saubere „Ess- und Trinkpause“ eingelegt hat, erreicht man dieOrtighera. Wer ein großes Finale erwartet, sollte vorsichtig sein. Die Abfahrt hat mich nicht begeistert: Die eigentliche technische Herausforderung ist hier nicht die S4-Passage, sondern es zu schaffen, auf einem instabilen Gerölluntergrund im Sattel zu bleiben, der einen bis ins Tal begleitet. Ein Finale, das eher dazu dient, die Runde zu schließen, als den Wunsch nach technischem Riding zu befriedigen.
Streckenstil: AM
Persönliche Bewertung: Aussichten 9/10; Abfahrten: 1. Abfahrt 7/10, 2. Abfahrt 5/10
Anstrengungsgrad: Hoch
MTB: Ja
EMTB: Ja, wenn es dir nichts ausmacht, den Walkmodus zu nutzen
Dauer ca. 8 Stunden mit E-MTB
Tragen: Ja, ca. 200 m schiebend bis zum Branchino und 600 m über Wiesen in Richtung Menna
Schwierigkeitsgrad der befahrbaren Steigung: Bis zu den Hütten von Mezzano lässt es sich gut fahren, der Anstieg ab Zorzone ist sehr anspruchsvoll (ich würde nur E-MTB empfehlen)
Schwierigkeitsgrad Abfahrt: Val Vedra S2 mittel mit einigen S3-Passagen; Ortighera S2
Ausgesetzt: Nichts Besonderes
Auslauf: Ja
Wasserstellen: Roncobello, Hütten von Mezzeno, Zorzone







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