Monte Collecchio (Gleck) dalla Val d'Ultimo
Wir starten in Santa Gertrude im Ultental (1400 m) und begeben uns sofort auf den Weg 108, der auf der Forststraße zum Rabbi-Pass führt. Die ersten 6-7 Kilometer verlaufen ruhig, die Straße ist breit und gut befahrbar, das Tempo bleibt gleichmäßig und man genießt bereits die Landschaft. Doch dann ändert sich alles: Der Anstieg wird härter, die Steigungen nehmen zu und das Verweilen im Sattel wird anstrengend, es sei denn, man hat Beine aus Stahl oder ein E-Bike zur Hilfe.

Bei der Bärhapp-Hütte endet die Forststraße und macht dem Weg Platz: Hier wechselt die Musik wieder. Bergauf zu strampeln ist nur etwas für Leute mit guten Beinen und Technik, ansonsten muss man ein wenig schieben. Die Strecke wechselt zwischen anstrengenden und angenehmeren Abschnitten, ein ständiges Auf und Ab, das bis zum Rabbi-Pass auf 2449 m Höhe führt, mit immer weiter werdenden Ausblicken, die die Mühe lohnen.

Vom Pass aus geht es noch ein Stückchen weiter bergauf, dann beginnt die Abfahrt, die direkt zur Schutzhütte Stella Alpina am Lago Corvo führt: ein obligatorischer Halt, um zu verschnaufen und den Ort zu genießen. Von dort aus geht es wieder in Richtung Westen, mit dem Ziel des Collecchio-Gipfels (Gelck). Der Weg ist sehr gut markiert, aber man geht nicht mehr im Sattel: der Abschnitt beginnt mit einem Schulter- oder Schiebefahrrad, etwa 500 Höhenmeter zum Schieben oder Tragen. Die Müdigkeit vergeht jedoch fast unbemerkt, denn man wandert in einer unglaublichen Umgebung, inmitten einer Konstellation von kleinen Bergseen, mit pfeifenden Murmeltieren und hoch über dem Kopf kreisenden Adlern.

Wenn Sie den Gipfel des Collecchio (2957 m) erreichen, ist die Müdigkeit im Nu verflogen: Vor Ihnen eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama, ein wahres Spektakel, das jeden Meter des Aufstiegs wert ist.

Nach einer wohlverdienten Pause geht es wieder Richtung Norden, zum Giogo Nero. Hier wird der Weg wieder fahrbar, abgesehen von einigen kurzen, technischeren Abschnitten. Wir biegen nach rechts ab und folgen den Schildern nach Santa Gertrude: Die ersten Meter sind ein klassischer steiler Bergweg mit engen und anspruchsvollen Kehren (man muss die Nasenpresse beherrschen), aber nach dem Start wird der Weg gleichmäßiger. Im Herzen des Tals bleibt der Weg auf einer Höhe, die gut ausgeschildert ist, und führt an mehreren Bergseen vorbei bis zum Lago dei Pescatori (Fischersee). Von hier aus geht es weiter in Richtung Santa Gertrude: Bei der Almhütte nehmen wir die Forststraße, da die Wege nicht mehr zum Radfahren geeignet sind. Nach einer Abzweigung geht es rechts hinunter, bis man auf einen Pfad stößt, der aufgrund der in den Boden eingelassenen Steine tückisch ist. Im Tal angekommen, fahren Sie rechts weiter in Richtung Zentrum, bis Sie die Asphaltstraße erreichen und die Schleife schließen.
Es handelt sich um eine anspruchsvolle Radtour, vor allem für den Abschnitt, den man mit dem Rad auf dem Rücken zurücklegt. Die Abfahrten sind nicht einfach, aber auch nicht unmöglich: Für die schwierigeren Passagen braucht man eine gute Radbeherrschung und eine gewisse Trialtechnik. Empfohlen für erfahrene Radfahrer, am besten außerhalb der Saison und unter der Woche, um die Massen von Wanderern zu vermeiden.







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