Cima Grem, Cima Foppazzi e l'infinita Val Nossana
Eine majestätische Rundtour im Herzen des Val Seriana, gewidmet all jenen, die das Wesen des alpinen Riding suchen: brutale Anstiege, aussichtsreiche Grate und eine Abfahrt, die kein Ende zu nehmen scheint. Eine deutlich umfassendere und spektakulärere Alternative zu den klassischen Routen der Gegend, die euch auf über 2000 Meter Höhe zwischen hochgelegenen Wiesen und wilden Tälern führt.
Anstieg: mörderische Steigungen und himmlische Grate
Der Start in Premolo ist schon ein harter Brocken: Der Anstieg zum Belloro ist von Anfang an anspruchsvoll. Von hier führt uns eine kurze Abfahrt auf den Bergbaupfad, eine enge und technische Strecke (S3/S4) für alle, die es gerne gleich mit Schwung angehen lassen (alternativ kann man auf einfacheren Varianten in der Höhe bleiben). Nach einigen Kilometern Erholung auf einer Panoramastraße mit Blick auf den Alben kommt das „Monster“: eine 450 Meter lange Betonstrecke mit Steigungen von bis zu 30 %. Perfekter Untergrund, aber Herzklopfen bis zur Alpe Grem.
Von der Alpe beginnt der Aufstieg zum Gipfel:
- MTB: Ca. 360 m Tragen/Schieben.
- EMTB: Man fährt gut 60–70 % der Strecke. Die Belohnung sind die letzten 50 Meter: ein wunderschöner Kamm, den man in einem Zug hinunterfahren kann (einfacher mit Elektroantrieb, aber für alle aufregend) bis auf 2050 m.



Auf dem Gipfel: Der Balkon der Bergamasca
Vom Gipfel aus schweift der Blick in einem 360°-Panorama über die Giganten der Region: Arera, Alben, Menna und Vaccaro. Nachdem man sich sattgesehen hat, geht es 100 technische Höhenmeter (oder einfacher über Wiesen) hinunter bis zur Bocchetta di Grem. Hier kann man sich entscheiden, abzufahren oder, wie wärmstens empfohlen, weitere 120 Höhenmeter bis zur Cima Foppazzi (2089 m) aufsteigen.


Die Abfahrt: Die Reise durch das Val Nossana
Vom Gipfel kehren Puristen auf dem Aufstiegsweg zurück, doch für Wagemutige gibt es die Freeride-Option: eine Kammlinie, die dann über einen kurzen, befahrbaren Abschnitt auf den Hauptweg trifft. Die Abfahrt ins Val Nossana ist eine Ausdauerprüfung:
- Der Charakter: Ein ständiger Wechsel zwischen S2/S3, selten S4. Es ist eine lange und körperlich anstrengende Abfahrt, die einen klaren Kopf erfordert.
- Der Untergrund: Je weiter man hinunterfährt, desto holpriger und felsiger wird der Weg, bleibt aber in seinem All-Mountain-Stil stets befahrbar.
- Die Umgebung: Man überquert einen ausgetrockneten Fluss (wobei man auf der orografisch linken Seite bleibt) inmitten einer wilden Natur. Die Exposition ist für die Berge normal, aber man sollte sich an den Stellen, an denen der Weg an einige Steilwände grenzt, nicht vom Panorama ablenken lassen.
Auf 850 m Höhe trifft man auf die Wege zur Baita Fop. Von hier aus nehmen die Schwierigkeiten ab (S1/S2) mit einigen unterhaltsamen Anstiegen, um dann entspannt auf einem einfachen S0-Abschnitt über die Wiesen zurück nach Premolo zu gelangen.
Streckencharakter: All Mountain
Persönliche Bewertung: Aussichten 9/10; Abfahrten 8/10
MTB: Ja
EMTB: Ja, aber an einigen Stellen muss geschoben werden
Dauer ca. 5–6 Std. (mit MTB)
Tragen: 350–450 m mit dem MTB, Schiebestücke mit dem E-MTB
Anstiegsschwierigkeit: Sehr anspruchsvoll
Schwierigkeitsgrad Abfahrt: Mittel S2/S3
Ausgesetzt: Kurze und für Bergwege übliche Ausgesetztheit, aber nichts Unüberwindbares, solange man nicht mit Vollgas hinunterfährt und den Fuß auf der richtigen Seite des Hangs aufsetzt
Entwässerung: JA
Wasserstellen: Nein







Italiano
English